Weiße Sterne und ein eiliges Rezept: Bärlauch-Gazpacho

Eigentlich hatte ich ja für meinen nächsten Post etwas Rhabarberiges versprochen. Und eigentlich harren diverse bereits abgelichtete Rhabarber-Leckereien auch nur noch des Postens.

Aber die Zeit drängt zu etwas Anderem.

Nämlich zum Bärlauch. Dabei haben sich (gefühlt) doch erst gestern unter dem alten Booskop die ersten grünen Blättchen gezeigt und jetzt wabert da ein Meer aus weißen Blütensternchen. Was leider heißt: Saisonende für den Bärlauch.

Bärlauchblüte Bärlauchblüte

 

Aber noch ist er ja zu haben und deshalb gibt es heute noch ein schnelles, einfaches Rezept für Bärlauch-Gurken-Gazpacho, die nicht nur nach Frühling aussieht, sondern auch so schmeckt. Besonders lecker ist sie mit Crackern oder ganz frischem Brot und selbstgemachtem Bärlauchpesto.

Das Rezept ist übrigens leicht abgwandelt aus dem Buch „Frühlingsküche“ von Claudia Seifert und Sabine Hans entnommen, das ich jedem ans Herz legen kann, der sich auch nur ansatzweise für schöne Foodfotografie begeistert. Eigentlich habe ich mich vor allem wegen der wunderbaren Fotos in das Buch verliebt, aber die Rezepte sind auch nicht zu verachten.

Aber genug geschwärmt, sonst ist die Saison tatsächlich noch vorbei 😉

 

Bärlauch-Suppe

 

Bärlauch-Gurken-Gazpacho für Zwei

1 Gurke, geschält und gewürfelt
mindestens 20 g Bärlauch, fein geschnitten
Saft von einer Zitrone
Schale einer Bio-Zitrone, fein abgerieben
200 g Joghurt (ich bevorzuge Rahmjoghurt, alternativ geht auch Schmand oder Creme Fraiche)
3 EL Olivenöl

Gurke, Bärlauch, Zitronenschale, Zitronensaft, Joghurt und Olivenöl mit dem Mixer fein pürieren. In Suppenschälchen füllen, mit etwas geschnittenem Bärlauch dekorieren und direkt servieren. Ist es draußen wirklich heiß, schmeckt diese Gazpacho gut gekühlt bzw. leicht geeist noch besser.

Zur kleinen Mahlzeit aufpimpen kann man die Gazpacho mit geräuchertem Wildlachs oder geräucherten Forellenfilets.

… und natürlich schmeckt die Gazpacho nach der Bärlauchzeit auch ganz hervorragend mit anderen Kräutern, wie zum Beispiel Dill, Borretsch oder Koriander.

PS: Habe bei Marco von my foodprints gerade gelernt, dass Bärlauchblüten auch toll schmecken. Wer wie ich jetzt beim Bärlauch vor weißen Sternchen steht, sollte da unbedingt mal nachlesen!

 

 

Bärlauch-Suppe

 

 

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24 Kommentare zu „Weiße Sterne und ein eiliges Rezept: Bärlauch-Gazpacho

    1. Vielen Dank, liebe Anja. Jetzt, da die Bärlauchsaison ja leider vorbei ist, kommt der Gazpacho auch sehr gut mit einem Schuss Knoblauch und Dill oder Minze 🙂
      Liebe Grüße
      Jana

  1. Liebste Jana,
    was für ein schöner Beitrag! AM liebsten würde ich sofort in die Küche laufen und loslegen, aber dafür st es leider schon etwas spät und die Zutaten habe ich wohl auch nicht alle im Haus. Diese Bilder – einfach umwerfend!!

    Allerliebste Grüße
    Sarah

    1. Herzlichen Dank, liebe Sarah. Dein Kommentar zaubert mir ein großes Lächeln ins Gesicht 🙂

      Der Bärlauch ist zumindest bei uns jetzt leider endgültig durch, aber das Süppchen steht bei mir als nächstes mit Dill auf dem Plan. Und wenn ich wieder Borretsch habe, dann damit 😉

      Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende
      Jana

      1. Ach, liebste Jana, das hast Du ja schön „gesagt“. 😉 Mit Dill klingt das Süppchen auch super und ist bestimmt total erfrischend! Ich muss wirklich bald mal wieder eine Suppe kochen!!

        Viele liebe Sonntagsgrüße
        Sarah

  2. Papaaam! Die Bilder toppen echt alles! Der Blick aus dem Fenster offenbart mir momentan ein tristes, regnerisches Bild 😦 Aber bei deinen Fotos hier sehne ich mich richtig nach Sonne, Frühling und einem ausgedehnten Nickerchen in deinem Bärlauchmeer 😉 Echt jetzt, da bin ich wirklich gerade etwas neidisch!

    Interessant aber auch dein Rezept für die Gazpacho. Auf Kaltschalen stehe ich eigentlich erst seit kurzem, früher war das irgendwie nichts für mich. Ich war da durchaus traditionell veranlagt: Suppe muss warm sein 🙂 Vielleicht läuft mir in den nächsten Tagen noch milder Bärlauch über den Weg, dann probiere ich das hier mal aus. Leider sind die meisten Blätter in den hiesigen Wäldern schon arg gross und schmecken mir daher bereits schon zu intensiv…

    Eine schöne Woche dir, Frölein Seasonette 😉

    1. Ähem, jetzt könntest du mich glatt erröten sehen. Und zwar gleich aus zwei Gründen:

      Der erfreuliche Grund ist deine enthusiastische Reaktion auf meine Fotos 🙂

      Der zweite ist das Geschlecht der grünen Kaltschale (ha, Klippe hier elegant umschifft). Erst kam Natalie mit DIE Gazpacho, jetzt du. Das hat mich doch nachdenklich gemacht und ich habe einen Blick in den Duden geworfen. Ergebnis: Es kann DER oder DIE Gazpacho heißen, jedoch auf keinen Fall DAS, wie ich geschrieben habe. Hmpf. Ich werde aus dem DAS jetzt mal schnell eine DIE machen und stelle wiedermal fest, dass Bloggen nicht nur Spaß macht, sondern man auch jede Menge dabei lernt. Selbst wenn Rechtschreibung und Grammatik normalerweise nicht zu meinen Problemfeldern gehören 😉

      Dir auch eine schöne Woche, lieber Marco (und hoffentlich noch ein paar wohlschmeckende Bärlauchblättchen)

    2. Habe gerade mal ganz vorsichtig eine Bärlauchblüte angebissen … und bin ganz hin und weg. Die schmecken ja wirklich fast besser als die Blätter!

      Und sie haben eine so zarte angenehme Konsistenz (im Gegensatz zu Gänseblümchen zum Beispiel, die man zwar theoretisch auch essen kann, aber auf die ich nie drauf beißen mag).

      Jetzt werden davon gleich ein paar auf dem Abendbrottisch landen.

      Danke für den tollen Tipp 🙂

  3. Ach, Bärlauch ist mein Frühlings-Favorit, leider wächst er in unsere Gegend nicht, so dass ich keine Blüten bekomme. Ich habe es in meinem eigen kleinen Wald schon 2x versucht, klappt nicht, liegt am Boden. Wunderschöne Fotos, liebe Jana. Schade, dass die Bärlauch-Zeit fast zu Ende ist, aber vielleicht reicht es noch für das Gazpacho. Ich habe auch noch ein kleines Bärlauch-Rezept, was noch diese Woche erscheinen wird. lg Marlies

    1. Vielen Dank 🙂

      Bärlauch mag ich auch sehr gerne. Wegen des Aromas, aber auch, weil es das erste „richtige“ Frühlingsgewächs ist, das für Frische auf dem Tisch sorgt.

      Schade, dass der Bärlauch ziemlich eigenwillig ist und nicht überall wächst. In Süddeutschland und der Schweiz gibt es ja richtige Bärlauchwälder. Bei uns leider auch nicht. Umso glücklicher bin ich, dass sich der Bärlauch in meinem Garten wohlfühlt 🙂

      Bin schon gespannt auf dein Bärlauch-Rezept.

      LG
      Jana

        1. Liebe Marlies, vielen Dank für das Rezept. Da läuft mir doch gleich das Wasser im Mund zusammen und erinnert mich, dass es Zeit um Mittagessen ist 😉

          Nicole Stich mag ich sowieso gerne. Ich habe zwei Bücher von ihr und war von den Rezepten noch nie enttäuscht. Das Erdbeer-Aperol-Campari-Sorbet Rezept aus frühen Tagen meines Blog ist auch von ihrem Tinto-Fuego-Sorbet inspiriert:

          https://seasonette.wordpress.com/2013/07/26/for-adults-only-erdbeer-aperol-campari-sorbet/

          1. Da muss ich doch mal wieder stöbern, schade, dass die Zeit immer knapp ist. Hatte ganz vergessen, dass ich im November Koriander-Scones nach dem Rezept gemacht hatte, habe es irgendwie nicht mehr gefunden und erinnerte mich nur dunkel. Das ist ja schlimm, wenn man alt wird…..lg Marlies

  4. Ha, bloggen bildet 🙂 ich fühle mich bei Marco ja oft auch wie bei der Sendung-mit-der-Maus. Also im absolut positiven Sinne von was-ich-da-alles-lerne!

    Und bei Dir fühle ich mich wie im schönsten Koch-Bilder-Buch. unter diesen „Bärlauch-Baum“ würde ich mich sofort legen und den Frühling genießen wollen. Das Bild sieht so richtig einladend für einen relaxt-verträumten Nachmittag aus. Nur dass man nach einem Bärlauch-Bad wohl einen ganz besonderen Duft hat 😉

    Du erinnerst Dich bestimmt auch an Mary Poppins, wo sie dann in die Bilder eintauchen und einen tollen Tag erleben. So würde ich jetzt gerade einfach unter diesem Baum Bärlauch pflücken wollen. Oder wie bei Jasper Fforde, wo Thursday Next in die Bücherwelt reist – wenn das auch mit Fotos ginge. Foodbloggen bekäme eine ganz neue Dimension!

    aller guten Dinge sind 3: und dann präsentierst Du noch ein endlich mal neues Bärlauch-Rezept. kein Risotto, kein Pesto, kein einfaches Süppchen – nein, eine Gazpacho mit Gurke! sehr schöne Idee.

    ich wünsch Dir einen hervorragenden Wochenstart und freue mich schon auf das Rharbarber-Rezept 🙂

    LG, Natalie

    1. Ha ha, das mit dem in die Fotos eintauchen wär‘ aber eine nette Sache: Treffen wir uns dann gleich unterm Booskop?

      In der Tat liebe ich diesen verwunschenen Platz im Garten ganz besonders und es ist immer wie ein Mini-Urlaub, wenn ich hingehe, um ein paar Bärlauchblättchen zu zupfen.

      Ich finde es auch faszinierend, wie verschiedene Blogs sich so durch ihren besonderen Charakter zu einem ganzen Universum vereinen:

      Marcos Posts sind immer sehr interessant und lehrreich und ich mag sein Faible fürs Regionale und Saisonale.

      Bei dir ist neben den ausgefallenen Rezepten garantiert der Einstieg ein Knaller und wenn ich die Headline deiner Posts lese, bin ich schon immer gespannt, was wohl dahinter steckt 😉

      Ich wünsche dir auch eine tolle (glücklicherweise ja durch den Maifeiertag angebissene) Woche und verspreche hoch und heilig, die Rhabarber-Rezepte alsbald und vor allem deutlich vor Saisonende zu liefern 🙂

      LG
      Jana

      1. ja bitte, gleich unterm Booskop. ich bring eine Picknick-Decke und frisch gemachte Pralinen mit und dann genießen wir den Nachmittag 😉 *hach!* wäre das schön.

        eine angebissene Woche… Frau Seasonette, den würd ich mir gerne ausborgen/aneignen/in einem der nächsten Posts verarbeiten. da hüpft mein Wortspiel-Herz 😉

        hüpfende Grüße,
        Natalie

        1. Die angebissene Woche ist ja eigentlich eher sauber in der Mitte durchgebissen als angebissen, aber das klang mir irgendwie zu brutal.

          Aber egal, ob angebissene oder durchgebissene Woche – dein hüpfendes Wortspielherz darf sich ruhig auch in deinem eigenen Post daran erfreuen. Freundliche Genehmigung ist hiermit erteilt 😉

          Liebe Grüße
          Jana

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