Auf ein Neues. Diesmal aber wirklich!

Meine Güte, jetzt ist das neue Jahr schon satte 18 Tage alt. Es fühlt sich gar nicht mehr so brandneu an und ich frage mich verwundert:
Wie bin ich denn da reingerutscht??

Ich hatte auf ein paar besinnliche Tage zwischen Weihnachten und Silvester gehofft, um ein bisschen Ruhe zu finden. Das alte Jahr zu reflektieren und mir Gedanken zu machen, was ich mir vom neuen Jahr wünsche. Aber der Zeitmaschinenturbo, der schon vor Weihnachten auf Hochtouren lief, bremste auch zwischen den Tagen nicht ab. Heimkommen, Taschen auspacken, weitere Geschenke verpacken, Leute besuchen, die wir zu Weihnachten nicht besuchen konnten, Feuerwerk besorgen, wieder Taschen packen, wieder losfahren … Silvester mit Freunden in einem alten fränkischen Forsthaus war wunderschön. Aber Zeit zur Kontemplation hatte ich da natürlich auch nicht.

So bin ich also mehr oder weniger besinnungslos ins neue Jahr gerutscht. Am Sonntag, dem 3. Januar stand ich morgens unter der Dusche und fühlte mich völlig gestresst. Wegen der einfach so schnell verflogenen freien Tage – und beim Gedanken an Weihnachten 2016, wenn das gleiche Programm mit weniger freien Tagen zu absolvieren sein wird.

Inzwischen hat mich der Alltag wieder. Fast jedenfalls.

Denn so soll es nicht nicht weitergehen.

Deshalb habe ich für dieses Jahr  nur einen einzigen guten Vorsatz: Ich will zur Besinnung kommen – achtsamer, bewusster und mehr im Hier und Jetzt leben. Und ich will endlich meditieren lernen.

Keine Sorge, als ziemlich bodenständige Atheistin bin ich gewiss nicht auf dem Esoterik-Trip. Und ich weiß, dass ich mit derartigen Vorhaben auch nicht das Originalitäts-Bienchen gewinne. Aber es macht mir Angst, wie schnell das Leben vorbeirauscht. Und in wie vielen Momenten man mit seinen Gedanken völlig abwesend ist.

Die üblichen guten Vorsätze wie mehr Sport, gesundes Essen, genügend Schlaf etc. sind gut und richtig. Aber Achtsamkeit und ganz bewusstes zur Besinnung kommen ist die Grundlage von allem. Und ich habe das Gefühl, in einer zunehmend wirren Zeit ist das enorm wichtig für die innere Stabilität und mentale Gesundheit. Wie auch immer – ich finde es einen Versuch wert. Vielleicht gelingt es mir ja, die heißgelaufene Zeitmaschine ein wenig zu verlangsamen und etwas mehr Ruhe und Klarheit in mein Leben zu bringen.

 

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Übrigens, nebenbei habe ich auch noch einen ganz handfesten guten Vorsatz: Wieder häufiger bloggen 😉

Vermutlich wird das Thema Essen dabei etwas in den Hintergrund treten. Aber ganz verschwinden wird es sicher nicht, denn gutes Essen ist für mich einfach essenziell. Zur Zeit experimentieren wir gerade heftig mit Sous-Vide herum. Mit gutem Erfolg übrigens. Aber wer hat schon den Nerv, ein zartes, saftiges, perfekt rosa gegartes Lammkarrée beim Fotoshooting erkalten zu lassen? Ich jedenfalls nicht 😉

Wofür ich allerdings immer einen Nerv habe, ist die Schönheit der Natur. Und deshalb wird es davon auch reichlich geben – sofern die Motive und das Licht mir hold sind. Fotografieren ist meines Wissens keine offiziell anerkannte Meditationspraxis, aber ein wirklich guter Weg, achtsam und präsent zu sein. Wenn ich fotografiere, lebe ich wirklich ganz im Augenblick und vergesse alles um mich herum – manchmal zu ihrem Leidwesen auch meine Begleiter. Zumindest der Liebste kann sich ja nicht beklagen, denn er hat mich schließlich auf diesen Trip gebracht 😉

 

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3 Kommentare zu „Auf ein Neues. Diesmal aber wirklich!

  1. Liebe Jana, tut mir leid, dass ich mit Verspätung vorbeigucke, aber ich war einige Male hier, und da gib’s nix neues, vielleicht habe ich’s nicht gesehen. Wie dem auch sei: Bevor ich noch zu der Zeile kam, wo du deinen künftigen Vorsatz formulierst, habe ich dir das schon gewünscht und drücke feste alle Daumen, dass du ihn auch leben kannst. Mir geht es oft wie dir: Wahnsinn, wie schnell alles vorüberzieht, oft von Hektik begleitet, aber da liegt ja viel in unserer Hand. Beim Fotografieren erde ich mich auch und kann zur Ruhe kommen, mich einfach in kleinen Dingen verlieren und über die Wunder staunen, für die so viele unempfänglich sind. Deine Bilder sind stets ein Genuss und heute zeigen sie eben auch die Schönheit der Winterlandschaft. Hab ein schönes Wochenende und ich schicke dir viele Schneeglöckchen 🙂

    1. Danke, liebe Annette … auch für die Schneeglöckchen. Ich muss morgen gleich mal im Garten nachschauen, ob unsere zumindest schon die Blätter herausgesteckt haben.

      Und danke fürs Daumendrücken. Ich denke, das kann ich wirklich gebrauchen, denn es ist gar nicht so leicht, sich dem täglichen Wahnsinn zu entziehen. Aber ich kann ja dabei auf viele hundert Jahre an Erfahrung und Weisheit bauen, die kluge Menschen in diesem Bemühen vor mir gesammelt haben. Das sollte doch helfen 😉

      Die Probleme sind ja nicht neu. Ich lese gerade Thoreaus Walden und staune immer wieder, wie aktuell dieses fast 180 Jahre alte Werk ist.

      Liebe Grüße
      Jana

      1. Ich glaube, alle Weisheit nützt da nicht viel, liebe Jana, das liegt wirklich in uns selbst…ich muss da auch noch etwas mehr an mir arbeiten. Aber wenn man’s mal erkannt hat, dann ist’s der erste Schritt. 🙂

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