November-Gold | Butternut-Muffins mit Ahornsirup

Herbstgold

 

Ich bin ein Novemberkind.

Was nicht heißt, dass ich trübsinnig veranlagt wäre. Schließlich wurde ich am närrischsten Tag des Jahres geboren. Und weil ich im November Geburtstag habe, schleppe ich auch keine Aversionen gegen diesen armen, als grau und trüb verschrienen Monat mit mir herum.

Außerdem ist er ja zumindest in diesem Jahr viel besser als sein Ruf, der November. Sicher hat er auch seine grauen Phasen. Aber die macht er mit reichlich Gold und überraschend viel Sonnenstrahlen wieder gut. Und wenn nicht: auch Regentropfen können auch wunderschön sein.

 

Hagebutten mit Regentropfen

 

Passend zur goldigen Novemberstimmung gibt es heute ein Rezept für saftig-würzige goldbraune Muffins, die als Krönung mit ebenfalls goldbraunem Ahornsirup getränkt werden. Der milde Butternutkürbis nimmt die Gewürze hervorragend auf und dass man ihn nicht schälen muss, kommt meiner latenten küchentechnischen Faulheit sehr entgegen. Ein absolutes Herbst-Lieblingsrezept!

 

Butternut-Muffins

 

Zutaten für 12 Butternut-Muffins mit Ahornsirup

  • 260 g Butternut-Kürbis, fein gerieben
  • 3 Bio-Eier
  • 170 g brauner Rohrohrzucker
  • 120 g zerlassene Butter, leicht abgekühlt
  • gemahlene Bourbon-Vanille oder Tonkabohne nach Geschmack
  • gemahlene Nelken nach Geschmack
  • Muskat nach Geschmack
  • 150 g Mehl
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 70 g gemahlene Mandeln oder Walnüsse
  • 50 g getrocknete Cranberries, grob gehackt (alternativ Rosinen)
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 TL Zimt
  • gehobelte Mandeln und Demerarazucker zum Bestreuen
  • Ahornsirup Grad C zum Bestreichen

 

Butternut-Muffins

 

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Zerlassene, abgekühlte Butter und die Gewürze dazugeben. Dann das Mehl und die gemahlenen Mandeln oder Walnüsse gerade so lange unterrühren, bis sich feuchte und trockene Zutaten verbunden haben. Dann den Butternut-Kürbis und die Cranberries unterheben.

Den Teig in Muffinförmchen füllen und mit Demerarazucker und gehobelten Mandeln bestreuen. Im Ofen für 20 bis 25 min backen.

Die noch warmen Muffins mit Ahornsirup glasieren … und schon mal eine anbeißen. Wobei es sich lohnt, nicht alles direkt aufzuessen. Wenn die Muffins eine Nacht durchgezogen sind, schmecken sie nämlich noch besser.

 

Butternut-Muffins

 

Butternut-Muffins

Minimalistische Farben und göttliche Triple Chocolate Muffins

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Manchmal ist alles so klar und einfach.

Als mir der wunderschöne schwarze Baker Stand ins Haus flatterte, hatte ich sofort ein Bild vor meinem geistigen Auge. Den würde ich in einem ganz minimalistischen Farbsetting fotografieren – nur schwarz, grau, weiß, vielleicht ein kleiner Tupfer Rot und mittendrin eine dezente Andeutung von Schokolade.

Schließlich wird es Herbst und damit steigt zumindest bei mir rapide der Appetit auf Schokoladiges. Und schokoladig sind diese göttlichen Muffins ganz gewaltig. Schließlich werden locker 2 ½ Tafeln im Teig versenkt. Aber meine Meinung dazu kennt ihr ja: Ich esse selten Kuchen, aber wenn, dann sind mir die enthaltenen Kalorien schnurzpiepegal.

Deshalb empfehle ich zu den Triple-Chocolate Muffins auch wärmstens eine schöne Portion frisch geschlagene Sahne.

 

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Den Tortenständer und die netten Muffinförmchen gibt es übrigens bei Home of Cake, der online-shopgewordenen Versuchung für Backfans, Dekoliebhaber und natürlich Foodblogger. Dort findet ihr die beste Auswahl an außerordentlich hübschen Cake Stands mit und ohne Glasglocke (unter anderem auch diesen hier).

Wenn ihr das alles live erleben und eventuell gleich einen schönen Cake Stand erwerben wollt, solltet ihr euch die eat & style vom 24. bis 26. Oktober in Köln vormerken. Dort ist Home of Cake mit einem schnuckeligen Stand präsent und ich habe läuten hören, dass es vielleicht sogar einen Messerabatt gibt. Ich werde natürlich gnadenlos meinen Heimvorteil nutzen und auch mal bei der eat & style in Kölle vorbeischauen.

Aber nun spanne ich euch und insbesondere Ju vom Schokohimmel nicht weiter auf die Folter. Jetzt heißt es: Schokolade hoch drei!

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Göttliche Triple-Chocolate Muffins

Zutaten für 12 Schokobömbchen:

100 g Butter

100 g Bitterschokolade (70% Kakaoanteil)

100 g Vollmilchschokolade (Empfehlung: Fleur de Sel Schokolade von Lindt)

65 g weiße Schokolade

130 g Creme Fraiche

65 ml Milch

65 g Zucker

3 große Bio-Eier

220 g Weizenmehl

3 EL Kakaopulver

1,5 EL Backpulver

1 Prise Meersalz

2 EL Demerarazucker
Den Backofen auf 200°C vorheizen und eine 12er Muffinform mit Muffinpapieren auslegen. Die hübschen Muffinförmchen von Miss Etoile, die auf dem Foto zu sehen sind, kommen natürlich ohne Backform aus.

Butter in einem kleinen Topf schmelzen und abkühlen lassen. Alle drei Schokoladensorten in kleine Stücke brechen bzw. hacken.

Zucker und Eier schaumig rühren, dann Butter, Creme Fraiche und die Milch einrühren. In einer separaten Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen und zu den feuchten Zutaten sieben. Schokolade zugeben und alles mit einem Metalllöffel vermischen. Aber bitte nicht zu lange rühren.

Den Teig in die Muffinförmchen füllen und mit etwas Demerarazucker bestreuen. Im Ofen ca. 20 Minuten backen, abkühlen lassen und dann ran die Schokolade!

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Beerig-locker-leicht: Aprikosen-Buttermlich-Muffins mit Erdbeeren und Mandeln

Erdbeer-Aprikosen-Muffins

Ihr Lieben, ich bin gerade ziemlich Oberkante-Unterkante. Seid mir also bitte nicht böse, wenn ich auf meinem Blog durch Post-Faulheit und auf euren Blogs gerade durch weitgehende Like- und Kommentarabwesenheit glänze. Es ist kein Desinteresse, sondern schlichter Zeitmangel. Aber das wird auch wieder besser, versprochen.

Aber dieser Post hier muss jetzt dann doch sein.

Erstens sind die Fotos schon lange gemacht und das Rezept muss raus, solange es noch lecker heimische Erdbeeren gibt.

Zweitens habe ich Sarah vom Knusperstübchen vollmundig die Teilnahme an ihrem Blogevent angekündigt – und Tataaa: Hier ist mein beerig-fruchtig-leichter Beitrag zur ausgewogenen Ernährung am sommerlichen Kaffeetisch.

 

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Drittens hat mich WordPress gestern mit einer Gratulation zum ersten Blog-Geburtstag überrascht. Aha, ein Jahr ist das schon wieder her? Na denn, noch ein Grund, wenigstens ein paar Muffins aufzutischen, wenn ich schon keine spektakuläre Geburtstagstorte an den Start bringe.

Die Muffins tummeln sich übrigens auf der kleinen weißen Schwester von Sarahs Hautgewinn – einer wunderhübschen Tortenplatte von Virginia Casa, die in einer kleinen italienischen Manufaktur hergestellt wird und bei Home of Cake, einem supernetten Online-Store, zu haben ist.

Aber jetzt genug der (unbezahlten) Werbung und zurück zum Gebäck:

Obwohl ich niemals von irgendwas irgendwelche Light-Versionen kaufen würde und um jegliche auf fettarm getrimmte Lebensmittel einen großen Bogen mache, finde ich was Leichtes im Sommer doch ganz angenehm.

Wie zum Beispiel diese wunderbar fluffigen Muffins, die von einem Frühstücks-Muffin-Rezept von Annie Quinn Davies inspiriert sind. Sie macht ihre Muffins mit Erdbeeren und Äpfeln. Aber das geht für mich persönlich irgendwie gar nicht. Erdbeeren gehören für mich zum Anfang des Sommers und Äpfel ganz eindeutig zum Ende. Aber Erdbeeren und Aprikosen sind ein tolles Paar – sowohl sommer-emotional als auch geschmacklich.

Außerdem habe ich die 180 ml Wasser in Annies Rezept durch Buttermlich ersetzt. Wasser im Kuchen, das geht noch viel weniger als eine Paarung von Erdbeeren und Äpfeln. Die Buttermlich ist immer noch sehr leicht, aber verleiht den Muffins eine leicht säuerliche, frische Note.

Sonst ist das Rezept – wie alles von Annie – ziemlich perfekt und ergibt ein Paket locker-leichter Muffins, die sich in einer luftdichten Dose auch gut ein paar Tage halten. Und die Äpfel und der Zimt aus Annies Original-Rezept kommen auch noch zum Zuge, denn die Herbst-Version dieser Muffins habe ich quasi schon im Hinterkopf gespeichert.

Aber jetzt ist erst einmal die Sommer-Version dran:

Erdbeer-Aprikosen-Muffins

 

Erdbeer-Aprikosen-Muffins

 

Aprikosen-Muffins mit Erdbeeren und Mandeln
(ergibt 12 Muffins)

185 g Weizenmehl

3 TL Backpulver

65 g gemahlene Mandeln

130 g Zucker

1 kräftige Prise Salz

1 TL Vanilleextrakt oder gemahlene Bourbon-Vanille

180 ml zimmerwarme Buttermilch

120 g Butter, zerlassen und abgekühlt

2 Bio-Eier, leicht verquirlt

6 Aprikosen, klein gewürfelt

12 Erdbeeren, entkelcht unf geviertelt

50 g Mandelblättchen

1-2 EL brauner Rohrzucker

 

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Ein 12er Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Mehl, Zucker, gemahlene Mandeln, Backpulver und Salz in einer Schüssel gründlich mischen. In einer zweiten Schüssel den Vanilleextrakt/das Vanillepulver, die zerlassene Butter, das Ei und die Buttermilch  verrühren. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten geben, mit einem Holzlöffel vermischen und dann behutsam die Aprikosen unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen im Blech verteilen. Sie sollen etwa zu drei Vierteln gefüllt sein.

Auf jeden Muffin 4 Erdbeerviertel legen, diese mit Mandelblättchen und braunem Zucker bestreuen. 25 bis 30 Minuten im Ofen backen, bis ein mittig in ein Muffin gestochenes Holzstäbchen sauber wieder herauskommt.

Erdbeer-Aprikosen-Muffins

 

Erdbeer-Aprikosen-Muffins

Diese Sommerversion lässt sich natürlich prima abwandeln – zum Beispiel mit Himbeeren oder Brombeeren.

 

 

 

Fluffig-fruchtig: Rhabarber-Vanille-Kokos-Muffins mit saurer Sahne

Angesichts der kreativen Feuerwerke, die hier in der Foodblogosphäre explodieren – ich sage nur: Sarah’s Erdbeertorte – traue ich mich ja kaum, hier ein schlichtes Muffin-Rezept zu präsentieren.

Aber angesichts der Komplexität der Welt bin ich doch sehr für Komplexitätsreduzierung bei meinem Wochenendgebäck. Soll heißen: alles, was schnell und einfach geht und außerdem noch super schmeckt, ist meins. Den TortenbäckerInnen zolle ich Bewunderung und warte auf diverse Café-Eröffnungen, wo ich die Wunderwerke dann ganz stressfrei genießen kann.

Inzwischen gibt’s zum Beispiel Rhabarber-Vanille-Kokosmuffins, die wirklich ganz schnell gemacht sind und herrlich fluffig-fruchtig-vanillig schmecken. Es versteht sich von selbst, dass die von mir in der kommenden Beerensaison noch zu diversen Himbeer- und anderen Törtchen abgewandelt werden. Und by the way: Wer kein Kokos mag, ersetzt die Kokosflocken einfach durch Mehl.

Rhabarber-Muffins

 

Rhabarber-Vanille-Kokosmuffins mit saurer Sahne
(für 12 Stück)

• 350 g Erdbeer-Rhabarber, gewaschen und geputzt
• 120 g weiche Butter
• 120 g Zucker
• 1 Ei
• 300 g saure Sahne (alternativ bringen 200 g Schmand + 100g Buttermilch auch ein gutes Ergebnis)
• Vanille-Essenz nach Geschmack oder 2 Päckchen Vanillezucker (es soll vanillig werden!)
• 200 g Mehl
• 50 g Kokosraspel
• 2,5 TL Backpulver
• 0,5 TL Natron
Salz

Puderzucker zum Bestäuben

Rhabarber

 

Rhabarber (dünne, rote Stangen sind am besten) in finderdicke Stücke schneiden und mit etwas Zucker vermischen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Papierförmchen in das Muffinblech setzen oder die Vertiefungen einfetten.

Die Butter mit dem Zucker in einer Rührschüssel schaumig schlagen. Ei, saure Sahne und Vanillezucker/-essenz untermischen. Das Mehl in einer anderen Schüssel mit Kokosraspeln, Backpulver, Natron und einer Prise Salz vermischen. Die Mehlmischung unter die Butter-Sahne-Masse geben und nur so lange verrühren, bis alle Zutaten feucht sind. Dann die Hälfte des Rhabarbers unterheben.

Den Teig maximal drei Viertel hoch in die Vertiefung der Muffinform füllen. Dann die restlichen Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Eventuell mit noch etwas Zucker bestreuen.

Die Muffins im Backofen auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten goldbraun backen. Aus dem Backofen nehmen und etwa 5 Minuten ruhen lassen.

Dann aus der Form nehmen, mit etwas Puderzucker bestäuben und am besten schon mal einen probieren.

 

Rhabarber-Muffins

 

Rhabarber-Muffins

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