After Work Favorite #2: Mexikanisches Chipotle-Fleisch

Hier war es eine Weile recht still, aber das hatte einen durchaus positiven Grund.

Ich habe mich ins schneereiche Obertauern begeben, um dort noch ein paar Tage Ski zu laufen. Schön war’s. Paleo war’s allerdings nicht. Aber das war mir schon von vornherein klar. Skifahren ohne Germknödel und Kaiserschmarrn geht einfach nicht. Außerdem müsste der Liebste dann die köstlichen Mehlspeissünden, die wir uns sonst immer teilen, allein verdrücken. Und ich will ihn doch nicht mästen. Also habe ich parallel zum Skiurlaub auch Urlaub von Paleo genommen. Für alle, die den Anblick von Schnee noch ertragen können, gibt’s hier noch ein paar Fotos … alle anderen scrollen bitte einfach nach unten 😉

 

 

Aber ganz ehrlich: Zum Schluß war ich der Kohlenhydratorgien echt überdrüssig und ich habe mich darauf gefreut, zuhause endlich wieder (überwiegend) Paleo zu essen.

Womit wir beim Thema Paleo After Work Favourite wären:

Einer meiner allerbesten Freunde beim wochenabendlichen Paleo-Kochen heißt Hackfleisch. Genauer gesagt Bio-Rinderhack vom Bergischen Weiderind, erstanden beim Metzger meines Vertrauens. Hackfleisch ist schnell gegart und so wunderbar vielseitig einzusetzen, dass es hier sicher noch öfter auftauchen wird. Außerdem ist Hackfleisch auch in Bioqualität noch vergleichsweise bezahlbar.

Mein heutiges Rezept ist Katie Quinn Davies inspiriert und ein perfektes Soulfood mit integrierter Aufwärmfunktion für ungemütliche Tage. Bei schönem Wetter schmeckt es natürlich auch hervorragend, wie ich gerade beim Reste-Essen getestet habe. Dass es schnell zubereitet ist, versteht sich bei einem After-Work-Favourite von selbst. Das lecker-scharfe Gericht steht in einer knappen halben Stunde auf dem Tisch.

Katie’s Rezept hat bei mir wie üblich einige Wandlungen durchgemacht. Die größte Herausforderung war, eine Chipotle-Sauce an den Start zu bringen, die den Namen auch verdient und nicht Tonnen von Zucker und putzigen Aromen enthält. In Deutschland scheint so etwas nicht erhältlich zu sein. Aber wer sucht, der findet. So bin ich letztlich bei amazon über die eingelegten Chipotles in Adobo-Sauce von La Costena gestolpert. Ermutigt durch die vielen positiven Rezensionen habe ich direkt einen 8er-Pack bestellt. Und das war ganz richtig. Das Zeug ist nämlich saulecker. Nicht einfach scharf, sondern richtig aromatisch.

 

Mexikanisches Hackfleisch mit Chipotle

 

Schnelles mexikanisches Rindfleisch mit Chipotle

Zutaten für 2 Personen mit viel Hunger
(ist der Hunger nicht sooo groß, springt noch ein kleines Mittagessen für einen mit raus)

500 g Bio-Rinderhack vom Weiderind
Kokosöl oder Ghee
1 ziemlich große oder 2 mittlere rote Zwiebeln
1 sehr große oder zwei mittlere Karotten
2 Dosen Tomaten à 400 g (z.B. von alnatura)
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
6 Pimentkörner, im Mörser zerkleinert
Pimenton de la Vera süß (geräucherter spanischer Paprika)
Kreuzkümmel
Meersalz aus der Mühle
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Oregano
Eingelegte Chipotles nach Geschmack

Zum Garnieren/Bestreuen:
1 in feine Scheiben geschnittene Jalapeno-Schote
Korianderblätter oder glatte Petersilie

 

Mexikanisches Hackfleisch mit Chipotle

 

Die Zwiebeln schälen und grob hacken. In einer großen gusseisernen Pfanne Kokosöl oder Ghee schmelzen. Die Zwiebeln anbraten, bis sie glasig sind. Dann das Hackfleisch zugeben und circa 5 Minuten garen. Ich drücke das Hackfleisch immer mit einer Gabel platt und „wende“ es nach ein paar Minuten. So gart es am schnellsten.

Während das Hackfleisch vor sich hinbrutzelt, Möhren schälen und fein reiben. Die geraspelten Möhren in die Pfanne geben, untermischen und etwa drei Mintuen mitdünsten lassen. Knoblauchzehen schälen, fein hacken und in die Pfanne geben. Dosentomaten untermischen, Tomatenmark und alle Gewürze zugeben und das Ganze noch einmal 5 bis 10 Minuten vor sich hinköcheln lassen.

Rindfleisch auf Tellern oder in kleinen Pfännchen anrichten und mit Jalapenoscheiben und Kräutern bestreuen. Sehr gut macht sich auch eine Portion frisch zubereitete Guacamole dazu.

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich das mexikanische Rindfleisch selbstverständlich IMMER mit frischen Korianderblättern bestreuen. Ich liebe frischen Koriander! Aber wenn ich mir anschaue, wo das Kraut im Winter herkommt und mir dazu die Flugreisen sowie den vermuteten Pestizideinsatz vorstelle, lasse ich es lieber. Und weiche zum Beispiel auf glatte Petersilie oder momentan auf Bärlauch aus. Im Sommer werde ich aber im Garten ganz viel Koriander züchten, das habe ich mir fest vorgenommen.

Abschließend noch eine Anmerkung zu den Bratfetten: Ich benutze hier das Kokosöl nicht aus aromatischen Gründen, sondern weil es so gesund und perfekt zum Braten geeignet ist. Man schmeckt es überhaupt nicht heraus.

By the way … das Grundrezept lässt sich auch wunderbar mediterran abwandeln (dann natürlich ohne Chipotle, dafür mit Oliven und mehr Kräutern) oder mit Gemüse aufpeppen. Eine orientalische Variante teste ich, sobald in meinem Garten wieder Minze wächst.

 

Mexikanisches Hackfleisch mit Chipotle

 

 

 

 

 

 

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6 Kommentare zu „After Work Favorite #2: Mexikanisches Chipotle-Fleisch

    1. Danke, liebe Annette und das Ausprobieren kann ich nur empfehlen. Erholt fühle ich mich heute bestenfalls geistig, physisch sagen mir nach einem Wochenende Frühjahrs-Akuteinsatz im Garten so einige Körperstellen, dass ich wohl leicht aus dem Gartenarbeits-Training bin 😉 Aber ich liebe es, jetzt wieder draußen tätig zu werden 🙂

      Liebe Grüße
      Jana

  1. Ha, da würde ich am liebsten gleich in den Bildschirm springen. Die Chipotles von La Costeña wandern beim Einkauf im Mexico-Shop in Zürich stets als erstes in den Einkaufskorb 🙂 Und Reserve lohnt sich immer! Mein letztjähriges Experiment Chipotles aus den Jalapeños der eigenen Gartenzucht zu schaffen, war leider nur von mässigem Erfolg gekrönt. Aber diesen Oktober wage ich dann nochmals einen Versuch 😉

    1. Ha, da stellt sich mir die Frage: Wenn du in den Bildschirm springst und das Chipotle-Fleisch wegfutterst, ist die Pfanne in meinem Blogbeitrag dann leer ???
      Eigentlich eine sehr lustige Vorstellung, all diese kahlgefressenen Foodblogs 😉

      Aber tobe dich mal lieber im Mexico-Shop aus. Meine selbstgezüchteten Jalapeños habe ich bisher immer roh gegessen. Es ist sicher auch schwierig, gute Chipotle hinzubekommen. Machst du das im Smoker?? Ich drücke dir jedenfalls die Daumen für deinen Selbstversuch im Herbst.

      In Sachen Chipotle betreibe ich lieber Outsourcing bei La Costeña. Püriert als Dip zu Nachos schmecken die Chipotles übrigens auch toll – vorausgesetzt man mag es scharf.

      Liebe Grüße
      Jana

  2. was eine wunderbare Aromen-Kombination mit Pimenton de la Vera, Piment und Kreuzkümmel. Wenn Deine Korianderzucht gediehen ist, könntest Du einige Blätter gehackt in Ghee im Eiswürfelportionierer einfrieren. die sind dann zwar nicht frisch – aber das Aroma sollte erhalten bleiben.

    Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass auf Deinen Ski-Bildern der Himmel raucht und das Tal glüht? Das war meine erste Assoziation beim groben „Überblick“ auf die Bildergalerie. Auf Bild 1 sieht es tatsächlich aus, als wenn es hinter der Tanne raucht – Wolken sei Dank 🙂

    auch hier nochmals: liebe, sonnige Wochenendgrüße
    Natalie

    1. Na zum Glück sieht das nur so aus … sonst hätte der Schnee bei glühenden Tälern und rauchendem Himmel sehr schlechte Karten 😉 Mein Lieblingsfoto ist übrigens das, in dem das Tal auch raucht.

      Deine Koriander-Ghee-Einfrier-Idee ist gut, nur sehe ich noch nicht, dass vom frischen was übrig bleibt 😉 Aber das geht ja auch mit anderen Kräutern.

      Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche 🙂

      Liebe Grüße
      Jana

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