Der Frühling klopft an.

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Es hat durchaus Vorteile, im Rheinland zu wohnen.

Damit meine ich nicht nur die alljährliche, von viel Kölsch unterstützte Unterbrechung der spätwinterlichen Tristesse durch närrisches Treiben. Vorteilhaft ist auch, dass der Winter meist fast gar nicht stattfindet oder zumindest früh zu Ende ist.

Im Winter ist es leider so, dass unser Garten sich weitestgehend aus meinem Bewusstsein verabschiedet. Nicht nur, weil dann fast alles Leben schläft und im Garten einfach nix passiert. Ich sehe ihn auch schlicht und ergreifend so selten, weil es immer schon dunkel ist, wenn ich abends nach Hause komme.

Aber nach den ersten milden Tagen in der letzten Woche war ich doch neugierig, ob sich da draußen schon etwas tut. Also bin ich am Samstagvormittag direkt hinausgeflitzt, um bei strahlendem Sonnenschein  an den bekannten Stellen nach Frühlingsboten Ausschau zu halten.

Und tatsächlich: Da blühen die ersten Schneeglöckchen und goldenen Krokusse! Eine Biene taucht kopfüber in eine Krokusblüte, als könnte sie nach dem Winter gar nicht genug frische Frühlingspollen abbekommen. Die Knospen am Kirschbaum werden dicker. Unterm alten Booskop lugen schon ein paar winzige Bärlauchtriebchen aus der Erde! In meinen Pfefferminztöpfen zeigen sich die ersten Blättchen (ich ziehe meine Minze immer in Töpfen, da sie sonst den ganzen Garten zu erobern pflegt)! Und über allem strahlt eine wärmende Sonne am azurblauen Himmel. Was für ein Tag!

Mit dem Leben da draußen erwacht auch meine Lust auf den Garten wieder. Pläne fürs Kräuterbeet wachsen in meinem Kopf und dann wären da dringend ein paar Samen zu bestellen.

Ach, mir war gar nicht klar, wie ich das alles vermisst habe … vielleicht nehme ich es auch besonders intensiv wahr, weil ich gerade „Der geheime Garten“ gelesen habe. Ich kenne kein anderes Buch, dass so wunderbar beschreibt, was der Frühling, die Natur und ein Garten Gutes in einem Menschen bewirken können. Klare Leseempfehlung, auch wenn es eigentlich ein Kinderbuch ist.

 

Krokusse

 

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Kopfüber im ersten Krokus

 

Kopfüber im ersten Krokus

 

Schneeglöckchen

 

Kirschblütenknospen

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5 Kommentare zu „Der Frühling klopft an.

  1. Liebe Jana, zauberhafte Bilder, aus denen die gleiche Lust am Leben spricht, die ich empfinde. Wenn ich mit der Kamera die Welt erkunde -und oftmals sind das ja klitzekleine Welten, die man nur mit ihr wahrnimmt!-, dann bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt: zarte Blütenblätter, zufrieden herumtorkelnde Insekten, das Summern, Zwitschern. Oft könnte ich Purzelbäume schlagen und Luftsprünge machen. Die Fotografie eröffnet mir Welten, die ich nicht missen möchte. Vor kurzem wollte ich nur mal kurz Schneeglöckchen fotografieren. Dann war ich stundenlang weg, die Zeit verflog, während ich hinter Schmetterlingen hergaukelte und es genoss, Teil einer Zauberwelt zu sein. Danke für den charmanten Vorfrühlingsgruss und viel Spass bei den Gartenplänen 🙂

    1. Ja, liebe Annette, das empfinde ich genauso 🙂
      Ich vergesse auch gerne die Zeit beim Fotografieren, aber das finde ich auch ganz gut so. Wann ist man sonst schon mal so komplett im Hier und Jetzt?

      Liebe Grüße
      Jana

  2. Ach is das herrlich!!! Der Frühling steht vor der Tür. Ein wahres Fest deine Bilder!!! Ich liebe Frühlingsblumen….sie sind so voller Schönheit und Kunst! Danke für diesen wunderbaren Frühlingsgruß!!! Alles Liebe Stefanie

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