Seasonette goes Paleo

Hokkaido Kürbis

Zugegeben, einen Originalitätswettbwerb gewinnt man nicht gerade, wenn man mit guten Vorsätzen für ein gesünderes Leben ins neue Jahr startet.

Das hält mich aber nicht davon ab, es trotzdem zu tun. Der Anfang eines neuen, blitzblanken, frischen Jahres ist doch die beste Zeit für Veränderungen. Mal abgesehen davon, dass ich nach der ganzen Weihnachtsvöllerei mehr als überreif dafür bin.

Meine Vorstellung von einem gesunden Leben hat allerdings mal überhaupt nix mit Kalorienzählen, fettfreiem Joghurt, stundenlangem geisttötenden Aufenthalt auf Spinning- oder Laufrädern oder gar Obszönitäten wie Abnehmdrinks zu tun.

Seasonette goes Paleo!

Das heißt reichlich gesundes Fett, Gemüse satt und mäßig Obst, Eier soviel das glückliche Huhn legen kann und Fleisch und Fisch aus artgerechter Aufzucht oder Wildfang. Außerdem ausreichend Schlaf, artgerechte Bewegung und möglichst viel Aufenthalt in der Natur. Klingt doch nicht übel, oder?

Mein Entschluss, ab jetzt eine ernsthafte Beziehung mit der Paleo-Idee einzugehen, kam nicht über Nacht. Wir haben schon einen längeren Flirt hinter uns, während dessen ich so einiges über den Paleo-Lifestyle gelesen habe. Und so über den Daumen gepeilt, sind auch bisher etwa 50% meiner Mahlzeiten zumindest Low Carb oder sogar schon Paleo gewesen.

Dass zuviel Kohlenhydrate, vor allem Zucker und Getreideprodukte, nicht nur fett, sondern auch krank und alt machen, ist mir in der Theorie ja schon länger klar. Aber irgendwie habe ich es bisher doch nie geschafft, mich wirklich weitestgehend davon zu verabschieden.

Aber jetzt stecke ich schon mittendrin. Sozusagen bis zum Hals in Paleo Sach- und Kochbüchern und jeder Menge Kochexperimente. Paleo kochen ist ja nicht schwer, aber man muss einiges an Logistik und neuen Gewohnheiten etablieren, damit man abends nicht doch wieder bei der schnellen Stulle landet.

Das ist auch der Grund, warum es hier im Blog gerade etwas ruhig ist. Ich habe schon einige Paleo-Lieblingsrezepte, die auch wunderbar wochentauglich sind. Nur zum Fotografieren bin ich noch nicht gekommen, denn momentan hat für mich die Ernährungsumstellung erste Priorität. Da ist es nicht förderlich, nach dem Shooting kalt gewordenes Essen zu kredenzen.

Aber auch „richtige“ Rezept-Posts wird es bald wieder geben, versprochen.

seasonette_2601_lachs2

Bis dahin empfehle ich einfach ein paar Paleo-taugliche Rezepte, die sich schon hier im Blog tummeln:

Ultimativer, im Ofen gerösteter Rosenkohl (kuriert garantiert jeden Rosenkohl-Hasser)

Saftiger, im Ofen gebackener Zitronenlachs

Thunfisch-Tatar

Oldschool Chimichurri

Tonda di Chiogga Carpaccio

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11 Kommentare zu „Seasonette goes Paleo

  1. Ein mutiger und entschlossener Schritt, liebe Jana! Gratuliere dir dazu! Ich finde es immer wieder vorbildlich und faszinierend, wenn sich Menschen mit Ernährung auf diese Art und Weise auseinandersetzen und daraus Wege ableiten, um ihr persönliches Essverhalten zu ändern oder zu optimieren.

    Ich muss eingestehen, dass die Paleo-Welle bisher einigermassen an mir vorbei geklatscht ist. Und das, obwohl ich diese Form der Ernährung eigentlich durchaus verfolgenswert und interessant finde. Allerdings esse ich auch für mein Leben gern Körnchen, Mehlspeisen und Konsorten 😉 Umso genauer werde ich künftig hier mitlesen und hinsehen – bin schon sehr gespannt, was da von dir noch alles kommt 🙂

    1. Lieber Marco, eigentlich war ich auch kein Korn- und Mehlverächter, aber je mehr ich Paleo esse, desto weniger reizt mich der ganze Getreidekram. Die Background-Infos über die üblen Auswirkungen von Getreide im Körper machen es auch sehr viel leichter, die Pfötchen davon zu lassen.

      Außerdem halte ich es mit Marc Sisson, der das sehr lesenwerte Buch „The Primal Blueprint“ geschrieben hat: Strive for perfection with the 80% rule“.

      Heißt, man soll schon versuchen so viel wie möglich paleo zu leben, aber es ist völlig ok, wenn das zu 80% schafft. Alles andere ist sowieso unrealistisch.

      Als,o irgendwann (aber selten) werde ich mir schon auch mal eine Pizza, Pasta oder ein knuspriges Baguette genehmigen. Allerdings werde ich die Genuss-Meßlatte sehr hoch legen, damit das Zeug auch die Sünde wert ist 😉

      Allerdings, ob du’s glaubst oder nicht nicht: Momentan reizt mich das gar nicht.

  2. yummie, paleo also…hmmm, artgerecht bewege ich mich glaub ich schon, ganz kohlenhydratfrei oder stark reduziert ist meine Diät allerdings nicht. für spinning u.ä. neuzeitliche Erscheinungen habe ich nur Mitleid übrig…liebe bin ich mit der Kamera oder den Mulis in der Natur unterwegs. Mit Weihnachtsvöllerei (aber in Frankreich ist man ‚leider‘ nicht nur an Weihnachten genial gut!) und Wintermüdigkeit dauert’s eine Weile bis ich wieder in die Puschen komme, aber bald geht’s im Garten wieder los, der erste Löwenzahn darf geerntet werden und die Energie kommt wieder zurück! Ich wünsche dir gutes Gelingen für deine guten Vorsätze und grüsse dich ganz herzlich…schnell noch zu den Hühnern, die zur Zeit täglich 4 (!) Eier legen…hihi, life is hard 😉

    1. Hi hi, ich habe auch noch nie ein Fitness-Studio von innen gesehen und gedenke diesen Zustand beizubehalten. Ich habe ein paar Hanteln und Kettlebells zuhause und darüber hinaus ist die Natur mein bevorzugtes „Fitness-Studio“.

      Spaziergänge mit der Kamera sind allerdings bei mir nicht so bewegungsintensiv – zumindest, wenn es gute Fotomotive gibt. Dann stehe ich häufiger als das ich gehe 😉

      Von Hühnern habe ich ehrlich gesagt nicht viel Ahnung. Ich weiß zwar, dass sie im Winter weniger Eier legen, kann aber nicht einschätzen, wie gut oder schlecht ein Output von 4 Eiern pro Tag ist. Kommt auf die Anzahl der beteiligten Hühner an 😉 Aber für einen 2-Personen-Haushalt ist es doch nicht übel, oder?

      Liebe Grüße
      Jana

      1. Gar nicht übel, Jana, es ist ein wenig stressig, diese zu verarbeiten, aber es gibt viel Frühstückseier, Spätzle, Tiramisu, Schokoladenkuchen…die sich aber wahrscheinlich nicht mit paleo vereinbaren lassen 😉

  3. Das ist doch ein sehr guter Vorsatz. Wir sind auch gerade dabei die Ernährung umzustellen, d.h. zumindest in der Woche, versuchen mein Mann und ich fast komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das klappt bisher ganz gut. Am Wochenende kommt dann aber doch auch mal ein wenig Zucker und Mehl zum Einsatz. 🙂
    Ich freue mich auf Deine Rezepte. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Ich habe es mir nach deinem letzten Kokoskuchenrezept schon fast gedacht, dass du auch in dieser Richtung unterwegs bist 😉 Ist auf jeden Fall eine gute Idee und nach meiner Erfahrung der beste Weg, Hüftgold abzubauen – die sonstigen gesundheitlichen Vorteile sind ja nicht direkt so messbar.

      Kleine Ausnahmen am Wochenende sind bei mir auch eingeplant, insbesondere da meine erstes Paleo-Muffin-Experiment ganz hübsch in die Buxe gegangen ist. Aber dazu später 😉 Vorerst werde ich meine Kuchen-Optimierungen wohl auf Glutenfreiheit beschränken, das geht erfahrungsgemäß ganz gut.

      Liebe Grüße
      Jana

      1. Ja, liebe Jana, das mit dem fehlenden Mehl hat mich motiviert auch mal ohne Weizenmehl zu backen. Zuvor hatte ich das Backen einfach sehr reduziert. Low Carb kochen finde ich ja recht einfach. Dazu probieren Alex und ich derzeit auch in der Woche komplett kein Fleisch zu essen. Da wir eh keinen Aufschnitt o.ä. essen, klappt das super – eigentlich auch am Wochenende. 🙂
        Ich ich jedoch nicht weiß, wie wir das die nächsten Wochen „durchhalten“, will ich es in den Beiträgen noch nicht unbedingt thematisieren. Erstmal gucken. 🙂

        Gesundheitlich muss ich sagen, dass ich mich abends auf jeden Fall super fühle und längst nicht so müde bin, wie sonst. Das liegt ganz sicher auch daran, dass nochmal mehr Gemüse auf den Teller kommt… Naja, wir werden sehen. 🙂

        Liebe Grüße
        Sarah

        1. Esst ihr denn in der Woche wengistens Fisch?? Sonst bekommt ihr doch viel zu wenig Protein und der Körper fängt an, sich an eurer Muskelmasse zu vergreifen, was ja nicht im Sinne des Erfinders ist.

          Wenn ihr Abnehmen und etwas für eure Gesundheit tun wollt, ist es eigentlich nur wichtig, den Insulinspiegel niedrig zu halten – also wenig Kohlenhydrate aka nur Gemüse und etwas Obst zu essen. Protein und Fett sind wichtig, sonst rebelliert der Körper (und der Kopf ist auch frustriert).

          Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg 🙂

          Liebe Grüße
          Jana

          1. Hehe, ein, das mit dem Fleischverzicht ist nicht unbedingt aus Abnehmgünden, sondern vielmehr, weil wir es mal ausprobieren wollten. Proteine nehmen wir ja dennoch zu uns – Linsen und andere Hülsenfrüchte, Ei usw. Und wenn wir Fisch essen wollen (oder auch Fleisch) machen wir das auch. Was Du sagst, ist ja vollkommen richtig. 🙂

            Liebe Grüße
            Sarah

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