Korkenknallen: Spät, aber dafür ausgezeichnet.

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Die Kernzeit des Champagnertrinkens liegt ja schon einige Tage zurück. Macht aber nix. Denn neben dem neuen Jahr, das man gar nicht lange genug feiern kann, habe ich auch noch einen anderen Grund zum visuellen Korkenknallen.

Annette, deren wunderschönen Gartenblog personaleden ich sehr bewundere, hat mich für den Liebsten Blog Award nominiert. In ihrem Blog berichtet Annette über den traumhaften Garten, den sie gerade in Frankreich gestaltet. Schon allein wegen der phantastischen Fotos solltet ihr da unbedingt mal reinschauen – auch, wenn ihr nicht die ganz großen Gartenfreaks seid.

Herzlichen Dank für den Award, liebe Annette. Dem guten Tipp aus deinem letzten Post folgend, habe ich mir ein Glas Weißburgunder genehmigt und beantworte jetzt brav deine Fragen:

 

wein

 

1. Was verursacht dir Schmetterlinge im Bauch?
Mein Liebster, das perfekte Fotomotiv im perfekten Licht … und noch so einiges mehr.

2. Dein Lieblingsgericht?
Früher wäre wie aus der Pistole geschossen gekommen: Buttermilchgetzen! Das ist eine erzgebirgische Spezialität, so eine Art Reibekuchen aus rohen Kartoffeln mit Buttermlich, gewürzt mit Kümmel, Muskat, Pfeffer und Salz und in Leinöl gebraten, was dem Ganzen eine besondere Note gibt. Aber eigentlich habe ich kein einzelnes Lieblingsgericht. Meine Vorlieben wechseln je nach Jahreszeit. Momentan rangiert wiedermal der geröstete Rosenkohl ganz oben auf meiner Liste.

3. Dein Lieblingsgeruch?
Ich bin verrückt nach allen, das frisch-zitronig riecht. Außerdem mag ich den Geruch von Rosen, Majoran, Rosmarin, gutem Pfeffer, grasigem Olivenöl, frisch gegrilltem Lamm …

4. Welchen Job würdest du in deinem nächsten Leben machen wollen?
Zur Zeit wäre es ganz klar Fotograf. Oder noch besser: schreibender Fotograf.

5. Wie sieht dein Traumgarten aus?
Er ist ziemlich groß, hat etwas Topographie und bietet einen Ausblick auf die Berge oder eine schöne Landschaft. Dazu gehört unbedingt eine Streuobstwiese mit einem Traumschaf, das von meinem Traumhund (einem Jack Russell Terrier) gelegentlich zur Ordnung gerufen wird. Der Garten ist naturnah und wird durch Bäume, Sträucher und ein paar Inseln mit hohen Gräsern strukturiert. Am Haus wird es mediterraner und überhaupt dürfen üppige Lavendel, Rosmarin und andere duftende, blühende, bienenanziehende Pflanzen nicht fehlen. Ebenso wie ein großer Küchengarten samt Kräuterbeet. Irgendwo ist auch noch Platz für ein paar Hühner (die der Jack hoffentlich nicht in den Wahnsinn treibt). Ein großes Sahnehäubchen wäre ein mit tollen Strukturpflanzen umsäumter Teich. So jetzt haben wir für das Christkind, das Universum oder andere potenzielle Wunscherfüller alles genau festgehalten 😉

6. Dein Lieblingsbuch?
Auch das ändert sich immer mal wieder. Ich mag den schrägen Humor des Finnen Arto Paasilinna. Im Grunde bin ich aber auch ein ziemlicher Sachbuchjunkie und verschlinge alles zu Themen, die mich gerade interessieren. Von den Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, mag ich Tammy Strobels „You can buy happiness. And it’s cheap“ am liebsten.

7. Was kannst du nicht leiden?
Neid, Engstirnigkeit, Unehrlichkeit, dumme Leute, die alles besser wissen, und Menschen mit Profilneurose. Außerdem mag ich keine Pudel 😉

8. Welches Land würdest du gern bereisen und warum?
Noch mehr von Italien und Frankreich, Schottland, Island, Skandinavien, die amerikanische Westküste von Vancouver Island bis in den Süden – generell ist es die schöne, gerne auch schroff-bizarre Natur, die mich anzieht. Ich mag auch eher die kleineren ursprünglichen Orte oder Städte als die ganz großen Metropolen. Größer als meine Lieblingsstadt Verona muss es wirklich nicht sein. Und selbst da bin ich froh, nach ein, zwei Tagen wieder an den Gardasee oder in die Berge zurückzukehren.

9. Ein glücklicher Moment
Wenn ich morgens in den Garten gehe, durch die vom Tau glitzernde Wiese spaziere, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern …

10. Wen bewunderst du in der Gartenszene?
Ähem, da hast du mich aber erwischt. Natürlich dich, Annette. Darüber hinaus muss ich gestehen, das ich in der Gartenszene nicht so fit bin, um die Heroes zu kennen. Ich bin froh, einen schön modellierten, professionell gestalteten Garten übernommen zu haben, denn meine gartenkünstlerischen Kenntnisse und Fähigkeiten sind noch entwicklungsbedürftig. Außerdem unterliege ich in meinem gärtnerischen Treiben dem gnadenlosen Diktat der Nacktschnecke. Was die Biester fressen, geht entweder nicht oder nur im hochgestellten, geschützten Topf (und selbst dahin finden sie gelegentlich einen Weg). Besonders schlimm ist es im terrassennahen Gartenstück, einem zugeschütteten, bepflanzten Goldfischteich. Zehn Jahre und einen hohen Eurobetrag für gefressene Pflanzen später weiß ich: da gehen Zwergkiefern und anderes Nadelgehölz, Gräser, Heide, manche Sedumarten und Basaltbrocken. Alles andere, was mir gefällt, wird gefressen. Sollte also jemand ein probates, nichtgiftiges Mittel gegen diese Schleimmonster finden, wäre dem meine grenzenlose Gärtner-Bewunderung sicher 😉

11. Die Welt wäre ein besserer Platz, wenn jeder nach dem Credo „Leben und leben lassen“ agieren würde.

 

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So, jetzt müsste ich eigentlich weitere Awardempfänger nominieren und mir neue Fragen ausdenken. Dumm nur, dass jeder, den ich nominieren würde, den Award schon bekommen hat. Also nehme ich mir die Freiheit, das Stöckchen einfach hier liegen zu lassen.

Dafür gibt es ein paar Impressionen vom leider sehr kurzen Wintermezzo hier im Rheinland.

 

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Siegfall

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10 Kommentare zu „Korkenknallen: Spät, aber dafür ausgezeichnet.

  1. Liebe Jana,

    „Dein glücklicher Moment“ (9) lässt mich erahnen, wieso Deine Bilder so zauberhaft sind. Auch diese hier wieder. Danke für die wunderschönen Winterimpressionen.

    Ich hoffe Du hast die Winterpause genossen und hattest einen fabulösen Start in ein glückliches Jahr.

    Alles Gute und viele Grüße,
    Natalie

    1. Ha, liebe Natalie, da bist du ja wieder! Ich hatte dich schon vermisst und freue mich über dein PING 😉

      Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich wünsche dir auch ein wundervolles Jahr 2015 🙂

      Ich selbst bin tatsächlich fabulös ins neue Jahr gestartet – mit lieben Freunden in einem tollen alten fränkischen Forsthaus. Und die Winterpause habe ich in so vollen Zügen genossen, dass ich mich jetzt hochmotiviert fühle, in diesem Jahr ernsthaft Paleo zu versuchen. Also keine Zuckerbömbchen mehr hier im Blog, dafür vielleicht sogar mal ein Spinatfoto 😉

      Liebe Grüße und hoffentlich bis bald
      Jana

      1. hach! ich freu mich schon auf das Spinatfoto. Für den Anfang einfach als Spinatsalat mit Datteln und gerösteten Mandeln? Das müsste doch auch Paleo-konform sein, wenn ich das richtig im Kopf habe…

        liebe Grüße und auf jeden Fall bis bald (mindestens als Kommentator), Natalie

        1. Oh, Natalie, das liest sich ja, als ob du nicht mehr bloggen wirst?? Ich würde deine einzigartigen Posts vermissen … man muss ja nicht jeden zweiten Tag was posten 😉

          Der Spinatsalat ist eine feine Idee, aber für mich bitte ohne Datteln. Da habe ich auch ein Kindheitstrauma 😉

          Liebe Grüße und ein gemütliches Wochenende
          Jana

  2. Liebe Jana, gut, dass du mich nicht siehst, denn tja, bin ganz rot geworden bei deinen Worten. 😉 Die Antworten auf die Fragen verstärken meinen Wunsch, dich eines Tages mal persönlich kennen zu lernen. Vielleicht sollte ich mal ein Blogger-Treffen organisieren? Zu den Hühnern solltest du Laufenten gesellen, die sich dann fröhlich um deine Schnecken kümmern dürfen (und dabei knollenfett werden!). Deine Fotos sind zauberhaft. Darf ich fragen, welches Objektiv du für den Korken genommen hast? Ganz liebe Grüsse und ich drücke die Daumen für den Weihnachtsmann oder Wunscherfüller 🙂

    1. Och Annette, rote Wangen sehen doch meistens ganz gut aus 😉 Vielen Dank für deine lieben Worte. Die Idee mit dem Blogger-Treffen gefällt mir, denn ich würde dir auch gerne einmal persönlich begegnen.

      Über Laufenten habe ich auch schon nachgedacht. Neben dem praktischen Schneckenvertilger-Aspekt sind es ja auch sehr trollige Tierchen, für die unser jetziges Grundstück aber leider nicht wirklich geeignet ist.

      Für den Champagnerkorken habe ich ein manuelles Nikon Vintage-Objektiv genommen, ein Nikkor AIS 85 mm 2.0 und Zwischenringe mit einfacher Vergrößerung vorgeschraubt (der Liebste hat mich zu Weihnachten mit ein paar Makro-Features beschenkt).

      Liebe Grüße
      Jana

        1. Nein, liebe Annette, es ist keine analoge Kamera. Analog fotografieren wäre für mich inzwischen eine echte Horrorvorstellung. Diese Ungewissheit, die Notwendigkeit Film-Sparens und die fehlenden Bearbeitungsmöglichkeiten 😉

          Ich fotografiere mit einer digitalen Systemkamera von FUJIFILM, der XE2. Man kann dort mit einem Adapterring auch Nikonobjektive vorschrauben. Da Nikon sein Bajonett nie geändert hat, passen zum Glück auch die alten Schätzchen. Und mit den Bildergebnissen bin ich sehr happy (nicht nur ich, auch ausgewiesene Profis bescheinigen der Kamera eine tolle Bildqualität).

          Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
          Jana

          1. Ja, die digitale Fotografie hat so viele Vorteile, auch wenn es bedeutet, dass viel mehr Arbeit an uns Fotografen hängen bleibt. Das mit den Nikonobjektiven ist super. Die Kamera kenne ich persönlich nicht -habe auch mal mit Nikon geliebäugelt, bin aber nu sehr happy mit Canon. Habe nun ein 300mm Objektiv…und hoffe auf ein paar Sonnenstrahlen, um es am Wochenende auszuprobieren. Frohe Tage wünscht dir Annette

            1. Dann drücke ich dir die Daumen für gutes (und windstilles) Wetter und bin gespannt auf die sicher schönen Ergebnisse. Hier kann man am Wochenende Outdoor-Makrofotografie getrost vergessen – kaum Sonne, dafür um so mehr Wind 😉

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