Unerwartet tolles Duo: Rote-Bete-Schokoladenkuchen

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Ehrlich gesagt, kaufe ich die meisten Kochbücher oder Magazine nur wegen der tollen Fotos. Natürlich habe ich auch die besten Vorsätze, zumindest einige Rezepte mal auszuprobieren. Aber meistens wird nix draus.

Aber manchmal springt mich ein Rezept schon beim ersten Blick schon so derartig an, dass ich es sofort haben muss. Äh, nachkochen. Oder in diesem ganz speziellen Fall: nachbacken.

Dabei hätte ich früher nie gedacht, dass ein Rezept mit roter Bete mal eine Liebe-auf-den-ersten-Blick-Reaktion auslösen könnte. Vielmehr hatten die roten Bete und ich sehr lange eine veritable Beziehungskrise. Die wurde erst von einem talentierten Koch beendet, der mir zeigte, dass rote Bete doch nicht so ein fieses Zeug sind, wie ich es seit meiner Kindheit glaubte.

Und darum ist mir jetzt auch passiert, dass mich ein Rezept für Rote-Bete-Schokoladenkuchen zum quasi sofortigen Nachbacken motiviert hat. Praktischerweise habe ich die „Lust auf Genuss“, aus der das Original stammt (ich hab’s natürlich wieder abgewandelt) am Freitagabend erworben, so dass ich direkt am Samstag zur Tat schreiten konnte. Wie meistens, habe ich erst einmal eine Runde Küchlein im Weckglas gebacken. Vor allem, weil laut Rezept die Küchlein nach etwas Durchziehzeit noch besser werden sollen.

Ja, was soll ich sagen? Lecker sind sie geworden, die kleinen Kuchen. Herrlich schokoladig, saftig und locker. Die roten Bete schmeckt man eigenlich kaum raus. Sie addieren aber eine angenehme Feuchtigkeit zur Konsistenz des Kuchens und halt noch etwas undefinierbar Interessantes zum Aroma.

Klare Nachbackempfehlung, auch wenn der Kuchen beim Liebsten nur 9 von 10 Punkten im direkten Vergleich zum offenbar unschlagbaren Orangenkuchen erzielen konnte 😉

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Und für alle, denen es beim Dämpfen des schlechten Gewissens hilft: Für einen toll schmeckenden Kuchen ist er auch noch relativ gesund mit den roten Beten, der dunklen Schokolade und dem Mandelmehl, welches das Weizenmehl größtenteils ersetzt.

Aber jetzt genug gesabbelt. Hier kommt das Rezept, damit Ihr – so Ihr wollt – am Wochenende diesen leckeren Kuchen auch genißen könnt:

Rote-Bete-Schokoladenkuchen
(für eine 26 cm-Springform oder vier 250 ml Weckgläser)

200 g Butter150 g Schokolade (mindestens 70% Kakaoanteil)
200 g gegarte, geschälte Rote Bete (z.B. die Vakuumierten aus dem Gemüseregal)
Bourbon Vanille
Tonkabohne
200 g fein gemahlene Mandeln
50 g Mehl
2 TL Backpulver
3 große Eier
150 g brauner Vollrohrzucker

Backofen auf 155°C (Ober- und Unterhitze, Umluft nicht geeignet) vorheizen.

Springform bzw. Gläser einfetten. Die Schokolade und die Butter bei ganz kleiner Hitze schmelzen (oder in einer Metallschüssel im heißen Wasserbad). Vanille und abgeriebene Tonkabohne nach Geschmack zugeben.

Rote Bete mit dem Mixstab fein pürieren. Eier mit zwei Prisen Salz und dem Zucker schaumig schlagen. Erst die Butter-Schokoladenmischung, dann dir Rote Bete zugeben. Gemahlene Mandeln, Mehl und Backpulver vermischen und unterheben.

Teig in Backform bzw. Gläser und 35 bis 40 Minuten auf der unteren Schiene backen.

Falls Ihr den Kuchen aufheben wollt, die Gläser sofort heiß verschließen.

Sonst empfehle ich: abkühlen lassen, mit dunkler Kuvertüre überziehen und am besten eine Nacht durchziehen lassen.

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PS: Im Rezept kommt auch noch frische Minze mit in den Kuchen. Ich wollte das Aroma aber erstmal ohne den Minzgeschmack testen. Außerdem schlafen die Minzemassen in meinem Garten noch unter der Erde. Aber ich kann’s mir auch gut etwas minzig vorstellen. Vielleicht beim nächsten Mal.

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21 Kommentare zu „Unerwartet tolles Duo: Rote-Bete-Schokoladenkuchen

  1. Toll die Idee den Kuchen in den kleinen Gläsern zu backen und sehr schöne Fotos :). Ich habe meinen Kindern schon Schokoladenkuchen mit Rote Beete untergejubelt, sie haben es nicht gemerkt ;).
    Viele Grüße,
    Heidi

    1. Liebe Heidi,

      sorry für die späte Antwort (war im Urlaub und habe mal „blogfrei“ gemacht) und ganz lieben Dank für die vielen Likes 🙂

      Die Idee mit dem Unterjubeln ist klasse. Man schmeckt die Rote Bete ja tatsächlich nicht raus – aber die Rote-Bete-Kritiker (zu denen ich als Kind auch gehört habe) würden sich das sicher trotzdem einbilden 😉

      Liebe Grüße
      Jana

  2. Wow grandios, sobald ich wieder mehr Kohlenhydrate esse wird das nachgebacken! Darf ich das an mein Pinterest pinnen? Gute Erfahrung hab ich schon mit Zucchini gemacht, die schmeckt man NULL heraus und der Kuchen ist so saftig, dass man es nicht glauben kann… 🙂

    1. Vielen Dank 🙂 … und natürlich darfst du das gerne an dein Pinterest pinnen. Zucchini konnte ich mir bisher gar nicht im Kuchen vorstellen, aber jetzt machst du mich echt neugierig. Hast du da ein Rezept?

      Liebe Grüße und vielen Dank für das fleißige Schmökern und die vielen Likes 🙂
      Jana

  3. Der Kuchen sieht sehr fein aus. 🙂 Ich mag die Kombi aus süßem Gebäck und Gemüse auch unheimlich gern, habe damit schon einiges ausprobiert.
    Liebe Grüße, Becky

    1. Dankeschön 🙂 … In den Skiurlaub geht’s morgen. Heute Abend sind wir erst noch in Köln zum „Tanz der Vampire“ – ein bisschen Karneval muss sein 😉

      Liebe Grüße
      Jana

    1. Ganz lieben Dank, freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt 🙂

      Und was das Timing der Blogentdeckung angeht: besser spät als nie 😉 … so lange gibt es ihn ja auch noch nicht.

      Einen Kuchen mit Zucchini habe ich auch nicht probiert, aber das Rote-Bete-Rezept kann ich nur empfehlen.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Jana

  4. hmmm… bis zum Wort Rote Bete war ich allein durch das Bild schon sofort bei Dir. ich befürchte, ich habe ein Gemüse-Kuchen-Dilemma. schön schaut er aus… Lecker! vielleicht sollte ich doch mal probieren. Ach, Hallo, Dilemma, da bist Du ja schon 😉

    sieht köstlich aus!

    und was ich eigentlich sagen wollte: könntest Du solche Bilder ab Mitternacht für mich zur Ansicht sperren? ich bekomme sonst Hunger und Lust auf Kaffeetafeln …

    was mir sonst noch einfällt:

    ich bin nicht ganz sicher, ob man die 50 g Mehl einfach ohne weitere Rezept-Variationen durch gemahlene Mandeln ersetzen kann. die sind doch sehr ölig/fettig und dann wird ggfs. der Kuchen _zu_ feucht? Du schreibst ja wegen der Roten Bete ist er so schön saftig, sicher auch wegen der Mandeln und des geringen Mehlanteils… und bei der Verwendung von Mandelmehl bräuchte man wesentlich mehr Flüssigkeit und vermutlich auch mehr Ei – da das alleine kaum hält. (<<< kurzer Ausflug in meine Slow-Carb-Mandelmehl vs. gemahlene Mandeln vs. echtes Mehl-Erinnerungen)

    MINZE! Minze allerdings kann ich mir hier hervorragend als Ergänzung vorstellen. Ich züchte ja Zimmerkräuter und da in meiner Wohnung Ganzjahres-Sommer ist, haben die zum Glück auch Ganzjahres-Saison 🙂 … und so wird der gesunde Gemüsekuchen dann schon fast zum Salat (falls man sich gerade eine Diät schön reden müsste 🙂 )

    liebe Grüße und ein fabelhaftes Wochenende!
    Natalie

    1. Vielleicht versuchst du den Kuchen gleich mit Minze, dann dürften die roten Bete geschmacklich eigentlich kaum noch zu erahnen sein, aber die Vorteile hast du trotzdem 🙂

      Deine Bedenken bezüglich des Mehls hatte ich auch. Im Rezept waren eigentlich 150 g Mehl und 100 g gemahlene Mandeln angegeben. Mit den 200 g Mandeln funktioniert es wunderbar, aber ich hatte auch so die Ahnung, dass man die 50 g Restmehl vielleicht zum Binden braucht. Angesichts deiner Erfahrungen (danke für den Tipp) lassen wir das Mehl also mal lieber drin und ich werde das Rezept entsprechend abändern, damit ich niemanden aufs Glatteis bzw. zum matschigen Kuchen führe 😉

      Liebe Grüße und dir auch ein tolles Wochenende
      Jana

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