Klassiker zum Nikolaus: Lebkuchen

Vor manchen Dingen hat man völlig grundlos einen Riesenrespekt. So habe ich zum Beispiel aus unerfindlichen Gründen immer angenommen, dass es furchtbar kompliziert sein muss, Oblatenlebkuchen zu backen. Keine Ahnung, warum. Vielleicht schlicht und einfach deshalb, weil Lebkuchen der Klassiker schlechthin ist.

Ein folgenschwerer Irrtum, der mich um jahrelangen Genuss von selbstgebackenen Lebkuchen gebracht hat. Die sind  nämlich kinderleicht und auch noch erfreulich schnell zu backen. Bei all der schwer mehligen Weihnachtsbäckerei sind diese Lebkuchen übrigens eine leckere glutenfreie Alternative.

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Lebkuchen (ergibt ca. 40 Stück)
Das leicht modifizierte Rezept stammt aus einer schon gut abgehangenen „Landlust“.

Teig:
2 große Eier
250 g Zucker (wer’s nicht so süß mag, nimmt weniger)
45 g Zitronat
45 g Orangeat
Abrieb von einer unbehandelten Zitrone
1 EL Zimt
1 Msp. gemahlener Kardamom
1 Msp. gemahlene Nelken
250 g gemahlene Walnüsse

Glasur:
50 g Puderzucker
Etwas Zimt
1 EL zerlassene Butter
2 – 3 EL Rum

Außerdem:
ca. 40 Backoblaten (ø 50 mm)

Für den Teig:
Zitronat und Orangeat mit etwas Zucker klein hacken. Die Eier schaumig schlagen. Zucker einrieseln lassen. Weiter schlagen, bis eine weißschaumige Masse entsteht. Gehacktes Zitronat und Orangeat, Zitronenabrieb, Zimt und Walnüsse nach und nach unter die Eimasse heben. Den Teig abgedeckt über Nacht kalt stellen.

Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backppaier auslegen und die Oblaten darauf verteilen. Auf jede Oblate ein walnussgroßes Häufchen Teig setzen. Etwa 20 bis 30 Minuten backen und dabei im Auge behalten. Sobald sich die Lebkuchen bräunlich verfärben, aus dem Backofen nehmen.

Für die Glasur:
Butter schmelzen, mit Rum und Zimt verrühren. Nach und nach den Puderzucker darüber sieben und unterrühren. Die noch warmen Plätzchen damit bestreichen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenliebhaber können die Lebkuchen natürlich auch mit dunkler Kuvertüre glasieren.

Einen schönen Nikolaus und einen zauberhaften zweiten Advent!

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6 Kommentare zu „Klassiker zum Nikolaus: Lebkuchen

  1. ohne Mehl?? Kommen die echt ohne Mehl aus? Das ist ja klasse!! …. *hmmm* eigentlich war ich mit Plätzchen backen ja fertig. gut, aber jetzt weiß ich, was ich heute Abend noch mache: Nachschub von Kokosplätzchen UND Walnuss-Lebkuchen …

    DANKE für die Inspiration 🙂

    1. Und, wie haben dir die Lebkuchen gefallen? Du hast du bestimmt wieder ein bisschen was am Rezept optimiert, wie ich dich so kenne 😉

      Die Teilchen schmecken übrigens nach ein paar Tagen Durchziehen noch besser. Vergaß ich, im Post zu erwähnen 😉

      1. huch, bin ich so vorhersehbar 😉

        ich mag kein Orangeat/Zitronat, das fiel also weg. ich hab nur 230 g Zucker genommen und noch eine Msp. Ingwer dazu gegeben. Ach und glasiert habe ich sie mit Chai-Sirup. Dann habe ich bis zum 3. Blech an den Lebkuchen gezweifelt: erstes Blech – ein grooooooooosser Lebkuchen, zweites Blech – innen roh, drittes Blech: Hmmmm!!! Lecker!! viele, viele, viele selbst aufgegessen 😉

        die zweite Fuhre habe ich vorgestern gebacken. und für das Wochenende steht die dritte Fuhre davon auf dem Plan. Da möchte ich noch etwas Pfeffer reingeben. und evtl. ein paar gehackte Datteln oder Cranberries. da hadere ich noch mit mir 🙂

        1. Ja, prinzipiell ist vorhersehbar, DASS du etwas verändern wirst. Spannend ist, WAS es wird. Das ist nicht vorhersehbar 😉

          Die Idee mit den Cranberries gefällt mir. Pfeffer dito. Datteln mag ich wiederum nicht, aber das erleichtert die Entscheidung 😉

          Liebe Grüße
          Jana

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