Es geht immer noch besser: Pflaumen-Marzipan-Kuchen im Glas

Heute ist Halloween und eigentlich wollte ich hier einen passend blutrünstig-gruseligen Beitrag bringen. Aber ich werde meine durchaus vorhandene dunkle Seite doch lieber heute abend im Vampirkostüm auf einer Halloweenparty ausleben.

Denn meine süße Seite hat noch etwas gespenstisch Gutes kreiert, das ich euch unmöglich vorenthalten kann. Auch wenn die Pflaumen-/Zwetschgen-Saison quasi vorbei ist. Aber vielleicht findet ihr ja noch irgendwo ein paar Pfläumchen. So wie ich letztes Wochenende – leider erst nach dem Kuchenshooting. Aber zumindest ist echtes Pflaumenbaumlaub auf den Fotos. Ist doch auch mal was, oder?

Aber jetzt zurück zum (Pflaumen-)Kern des Posts: Der Kuchen.

Als ich erstmal richtig Blut geleckt hatte in Sachen Herbstkuchen (ha, jetzt kommt doch ein Halloween-Wink), bekam ich einen kleinen Kreativitätsschub und habe alles mögliche ausprobiert. Und dieser Kuchen ist so etwas wie die Krönung aller Pflaumen-/Zwetschgen-Experimente (ich werde mir den Unterschied wohl nie merken können). Ich liebe ihn. Der Liebste liebt ihn. Und sogar die Schiemu, die gnadenlos ehrlich und eine mit allen Wassern gewaschene Bäckerin ist, fand ihn super. Mehr Leute habe ich nicht testen lassen, denn von den restlichen Küchlein werde ich mich sicher nicht trennen – die kommen nur auf UNSEREN Tisch.

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Pflaumen-Marzipan-Kuchen (reicht  für ca. 6 250 ml Weckgläser)

400 g Pflaumen, entkernt und in kleine Stücke geschnitten100 g Marzipan-Rohmasse
175 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Tropfen Bittermandelöl
4 Eier (Größe M)
180 g Mehl
1 TL Backpulver
70 g gemahlene Mandeln
Zimt

Öl zum Auspinseln der Gläser

Gläser mit Öl einpinseln. Den Backofen auf 175° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Pflaumen mit etwas Zucker und Zimt vermischen und gut durchziehen lassen.

Die Butter in einem Topf erwärmen und bei milder Hitze schmelzen lassen. Marzipan in kleine Stücke schneiden, hinzufügen und mit der Butter zu einer möglichst homogenen Masse verrühren. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und in die Rührschüssel geben.

Die Eier nach und nach unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Zum Schluß die Mandeln und die Pflaumen unterheben. Den Teig in die Gläser füllen (nicht mehr als zu 2/3 befüllen, die Kuchen gehen noch auf), mit Zucker und Zimt bestreuen und auf dem mittleren Rost im Ofen 35 – 40 Minuten backen.

Zum Aufbewahren die Gläser direkt verschließen, wenn sie aus dem Ofen kommen.

Zum Servieren die Kuchen (abgekühlt!) aus den Gläsern stürzen. Ich habe meinem Kuchen hier noch einen kleinen Guss aus Butter, Rum, Zimt und Puderzucker verpasst – schmeckt super und auf die paar Kalorien kommt es dann auch nicht mehr an 😉

Und jetzt, da ihr mein Post brav zu Ende gelesen habt, gebe ich euch noch einen Tipp für eine richtig spooky Halloween-Backidee: Sabrinas ermordete Cupcakes!

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15 Kommentare zu „Es geht immer noch besser: Pflaumen-Marzipan-Kuchen im Glas

    1. Ja, ich kann es einfach nicht lassen. Aber in ein paar Wochen fängt ja die Weihnachtsplätzchensause an. Dann ist erstmal Schluß mit kleinen Kuchen. Denke ich jedenfalls 😉

      Ich drücke dir die Daumen für die Pflaumen (ha, ha das reimt sich und was sich reimt ist gut, wie der Pumuckl zu sagen pflegte) … und empfehle dir, unbedingt zuerst diesen Kuchen auszuprobieren. Ist noch viel besser als der Portwein-Pflaumen-Kuchen, unter uns gesagt 😉

      Liebe Gruselgrüße, Jana

      1. Liebe Jana,

        wie war die Party?

        Diese kleinen Küchlein hier sind auf jeden Fall ganz großes Kino! Ich habe sie heute als richtigen Kuchen (also ohne Glas) nachgebacken. Guut, ein paar minimale Änderungen (weniger Zucker, Zitronenschale, meine Earl-Grey-Pflaumen statt Zucker-Zimt-Pflaumen) konnte ich mir nicht verkneifen, aber das ist ein Traum.

        Der ist so

        marzipanig
        saftig
        leckerschmeckig

        *yummie* Danke für dieses tolle Rezept!

        satte, zufriedene und kuchenbauch-volle Grüße,
        Natalie

        1. Liebe Natalie,

          ich fühle mich maximal geehrt und freue mich, dass du von den Küchlein so begeistert bist. Schließlich liegt die Messlatte bei dir ja nicht so ganz niedrig 🙂 … und ich griene gerade in mich hinein, da du offenbar die gleiche Macke hast wie ich: wenn mich ein Rezept anspricht und ich nachkochen/backen will, fallen mir immer noch irgendwelche Modifikationen ein.

          Aber weniger Zucker ist sicher nicht dumm (werde ich jetzt meinerseits mal testen) und gut, dass du mich an deine Earl-Grey-Pflaumen erinnerst … 😉

          Liebe Grüße,
          Jana

          PS: Die Party war auch ganz schön – trotz relativ gruseliger Musik 😉

          1. kleines Update: ich habe den Kuchen heute meinen Kollegen als Geburtstagskuchen vorgesetzt und das Rezept jetzt schon zweimal verteilt 🙂

            Jana, 10 Points 🙂

            liebe Grüße und eine schöne Woche,
            Natalie

              1. Hallo, liebe Nathalie … falls du diesen Kuchen alljährlich zu deinem Geburtstag servierst: Herzlichen Glückwunsch 🙂
                Falls du deine Kollegen einfach so verwöhnst, danke für dein Lebenszeichen und die Erinnerung an den netten Kuchen. Ich muss dringend mal wieder backen … und werde morgen gleich mal schauen, ob der Markt noch Pflaumen im Angebot hat. Sonst gibt es den Apfel-Mandel-Marzipan-Kuchen. Unsere Apfelbäume im Garten haben noch jede Menge Äpfel im Angebot 😉
                Liebe Grüße und viel Spaß beim Kuchenessen, Jana

              2. ja, Jana, das hast Du richtig geschlussfolgert. Danke für die Glückwünsche.

                Mit Apfel sicher auch wahnsinnig lecker. oder mit Birne. oder mit so vielem anderen!

                hoffe, Dir geht es gut und Du hattest ein wunderbares Wochenende.

                viele liebe Grüße,
                Natalie

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