Das perfekte Basic: Vanille-Monolog

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Als ich vor ein paar Monaten begonnen habe, mich ganz schüchtern in das Thema Foodfotografie einzulesen, bezeichneten alle Profis Eis als eines der am schwersten zu fotografierenden Objekte. Und recht haben sie.

Von Shootings im Job kenne ich es ja, dass das Makeup der Models irgendwann im heißen Licht der Spots zu schmelzen beginnt. Aber dann springt schnell der Stylist herbei, pudert nach und es kann weitergehen.

Beginnt jedoch ein Eis zu schmelzen, ist definitiv das Ende des Shootings erreicht. Puder hilft da nicht. Bestenfalls ein neues Eis aus dem Tiefkühler.

Also war mir eins sehr schnell klar: Eis wirst du so schnell nicht fotografieren, wenn überhaupt jemals. Aber wie man an diesem Blog sieht, kommt sowieso immer alles anders als man denkt. Ich fotografiere trotzdem Eis, obwohl ich ein blutiger Anfänger bin und bitte hiermit gleich mal um Nachsicht, wenn es nicht perfekt wird.

Aber Eis ist halt so lecker, es gibt so viel auszuprobieren und das möchte ich natürlich auch mit euch teilen. Dabei vergisst man gerne mal die Basics. Und das perfekte Basic in Sachen Eis ist einfach Vanille-Eis. Ein gutes Vanille-Eis ist pur ein Genuss. Es passt hervorragend zu anderen Desserts, Früchten, Kuchen, Crumbles, Clafoutis etc. Und kombiniert mit weiteren Zutaten ist es herrlich wandlungsfähig.

Also genug Gründe, sich mal eingehender mit der Suche nach dem perfekten Vanille-Eis-Rezept zu befassen. Ich bin auch fündig geworden – und zwar direkt zweimal.

Mein Favorit Nummer 1 ist eine klassische Eiscreme nach italienischem Vorbild, die auch als Basisrezept aller Icecreamist-Eiscremes dient.

Vanille-Monolog – das icecreamistische Basisrezept:

250 ml Vollmilch
125 ml Creme double
2 frische Eigelbe
88 g extrafeiner Zucker

Für einen Extrakick warmes intensives Aroma gebe ich gerne noch etwas geriebene Tonkabohne dazu – schmeckt genial!

1. Milch und Creme double in einen großen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren leicht erhitzen bis es dampft, aber nicht kocht.

2. Eigelbe in einer hitzebeständigen Schüssel glatt rühren. Den Zucker hinzufügen und rühren bis die Masse blass und luftig ist.

3. Milchmischung von der Flamme nehmen. Nach und nach langsam die Milchmischung  in die Eimasse geben und dabei ständig rühren, damit die Eier nicht stocken.

4. Die Mischung zurück in den Topf geben und bei schwacher Hitze so lange rühren, bis die Creme auf der Rückseite eines Holzlöffels einen leichten Film bildet (Anmerkung: das ist das “zur Rose abziehen” – Anleitungen für Dummies findet ihr in Natalies Post).

5. Die Mischung in eine kühlschranktaugliche Schüssel geben und ca. 30 Minuten auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Dann im Kühlschrank am besten über Nacht, mindestens aber 6 Stunden ziehen lassen.

6. Nach dem Ziehen entweder in die Eismaschine geben … oder bei Zubereitung von Hand in den Tiefkühler stellen, alle halbe Stunden umrühren und vorm letzten Rühren noch einmal mit Pürierstab oder Handmixer bearbeiten.

Die Nachteile dieses Rezeptes, wenn man das denn so nennen will:

1. Man muss rohe Eier verwenden (für manche Leute stellt das ein Problem dar)
2. Durch das „zur Rose rühren“ ist ein klein wenig aufwendiger

Aber man wird dafür mit einer herrlich cremigen, reichhaltig schmeckenden Vanille-Eiscreme belohnt, wie man sie wohl an kaum einer Eisdiele findet. Und ihr wisst definitiv, was drin ist. Aber das ist ja bei allen hausgemachten Eiscremes so.

Und der zweite Rezeptfavorit, der ohne Ei und Rosenzauber tolle Ergebnisse bringt? Den poste ich in einer Kombination mit weiteren genialen, geradezu süchtig machenden Zugaben. Allerdings erst nach meinem Urlaub 😉

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3 Kommentare zu „Das perfekte Basic: Vanille-Monolog

    1. Dankeschön 🙂

      Erst einmal geht es fürs Wochenende auf ein Weinfest nach Sommerach in Franken … und wohin es uns dann verschlägt, wissen wir noch nicht so genau. Ist das Wetter hier schön, dann einfach nach Bayern oder ins Salzburger Land … Aber ich sehe mich eher schon südlich der Alpen am Lago di Garda, in Venedig oder Istrien 😉

      1. oh das klingt wunderbar – ich wünsch Dir viel Erholung und eine tolle Zeit. und auch: herzlichen Glückwunsch auch zum neuen Shopping-Verhalten, ist doch toll zu wissen, dass man etwas im eigenen Denken verändern konnte

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