Eisiger Orgasmus: Erdbeer-Basilikum-Eiscreme mit schwarzem Pfeffer

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Sollte ich noch irgendwo winzige Zweifel gehegt haben, ob die Anschaffung der Eismaschine richtig war – mit diesem Eis sind sie entschwunden. Und auch die dringende Frage, ob es so etwas wie einen in Eiscreme gegossenen Orgasmus gibt, ist jetzt positiv beantwortet.

Dieses Erdbeer-Basilikum-Pfeffer-Eis hat mich wirklich schwerst verzückt.

Beim ersten Probieren musste ich mich zurückhalten, nicht alles direkt aus der Eismaschine zu verputzen. Solche Anwandlungen habe ich eigentlich sonst nie und bei Eis bin ich ziemlich anspruchsvoll. Wirklich begeistert hat mich bisher nur das Eis von Tomaselli in der Innsbrucker Altstadt (direkt beim Goldenen Dach’l) und im Café Nannini in Siena (ja, das ist die Familie mit der Sängerin und dem Rennfahrer).

 Aber zurück zu meinem Homemade-Spitzeneis.

Die Ehre für diese Eiskreation gebührt natürlich sowieso nicht mir und auch nicht in erster Linie der Eismaschine (wobei, ohne sie wäre es sicher nie so gut geworden), sondern dem  Rezept der genialen Foodfotografin und –bloggerin Annie Quinn Davies, deren sensationell fotografiertes und gestaltetes Kochbuch „What Katie Ate“  seit Tagen mein ständiger Begleiter ist.

Erdbeer-Basilikum-Eiscreme mit schwarzem Pfeffer à la Annie Quinn Davies

Originalrezept – Zutaten für ca. 3 Liter:
350 g Erdbeeren, entkelcht und geviertelt
330 g extrafeiner Zucker
2 EL Zitronensaft
2 EL Limettensaft
1 Handvoll Basilikumblätter
½ Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
375 ml Vollmilch
500 g Créme double
250 g Schlagsahne
1 Vanillestange, längs aufgeschnitten und Mark ausgeschabt

Die Erdbeeren mit 110 g extrafeinem Zucker, dem Zitronen- und dem Limettensaft in eine Schüssel geben. Gründlich vermischen, mit Frischhaltefolie abdecken und 2 Stunden kalt stellen.

Die Hälfte der eingelegten Erdbeeren zusammen mit den Basilikumblättern und dem schwarzen Pfeffer in einem Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren. Die restlichen Erdbeeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen. Solltet ihr keinen Kartoffelstampfer zur Hand haben, könnt ihr die Beeren auch mit einer Gabel zerdrücken.

Mit einem elektrischen Handrührer die Milch mit dem restlichen Zucker (220 g) 2 Minuten aufschlagen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Die Creme double, die Sahne, die pürierten Erdbeeren und das Vanillemark hinzufügen und behutsam verrühren. Wenn möglich, über Nacht oder mindestens 6 bis 8 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Masse dann in einer Eismaschine gefrieren lassen. Die zerdrückten Erdbeeren etwa 10 Minuten vor Ende des Gefriervorgangs hinzufügen. Falls ihr eure Eiscreme etwas fester bevorzugt, stellt sie vor dem Servieren für 1 bis 2 Stunden in den Tiefkühler. Keine Angst, das Eis bewahrt auch nach einem Aufenthalt im Tiefkühler seine Cremigkeit.

Zu wenig Zeit oder kein Creme double zu bekommen?

Kein Problem. Ich habe natürlich ein bisschen gepfuscht und meine Erdbeeren nur eine Stunde und die Eismasse nur 4 Stunden ziehen lassen. Außerdem hatte ich keine Creme double und habe stattdessen Creme fraiche genommen. Das Ergebnis war trotzdem umwerfend.

Inzwischen habe ich mich in Sachen Creme double schlau gemacht: für einen gleichwertigen Ersatz könnt ihr auch zu gleichen Teilen Mascarpone und Schlagsahne mischen.

Ja, während ich dieses Post so schreibe, wird mir klar: Ich muss dringend Nachschub produzieren. Vermutlich macht dieses Eis auch noch süchtig. Mit dem Nachschub könnte ich mir auch die einzige noch offene Frage beantworten:

Wie schmeckt das Ganze eigentlich mit grünem Pfeffer?

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17 Kommentare zu „Eisiger Orgasmus: Erdbeer-Basilikum-Eiscreme mit schwarzem Pfeffer

    1. Da hast du absolut recht. Dieses Mal habe ich das Eis mit grünem Pfeffer gemacht, den ich in Kombination mit Erdbeeren noch besser finde als schwarzen.

      Herzlichen Dank übirgens für die vielen Likes und das Folgen 🙂

  1. Das sieht sehr interessant aus und ist sicher auch ein Geschmackserlebnis. Das würden wir auf jedenfall auch mal ausprobieren. Super Idee!

  2. Einfach nur: WOW!!!!!!!!
    Muss ich unbedingt demnächst probieren (wenn wir von unserer Reise zurück sind, jetzt muss ich vor dem Start mal noch alles verbrauchen) WAAAAHNSINN!!!!
    Übrigens: schwarzer Pfeffer ist auch mit vollreifen Birnen eine Sensation, aber bis dahin dauert’s noch

    Viele liebe Grüße

    1. Ja, das hätte ich beim ersten Probieren auch permanent ausrufen können: WOW!! WOW!! WOW!! … die Pfeffer-Birnen sind aber auch schon vorgemerkt. Ich habe übrigens am Wochenende deine Tomatenkonfitüre gemacht und – neugierig wie ich bin – gestern direkt das erste Gläschen zum Ziegenfrischkäse verkostet. Ist auch sehr lecker 🙂

      Ich wünsche dir eine tolle Reise (Island war’s, oder?).
      Liebe Grüße, Jana

      1. 🙂
        Nein, Island war vor zwei Jahren, dieses Jahr „Heimaturlaub“ = Österreich-Rundreise mit unserem alten Cabrio, also hoffentlich wenig Island 🙂 🙂 🙂
        Am Sonntag morgen geht’s los… Freufreufreufreu B-)

        Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen!!

  3. wow!!! was ein Eismaschinen-Einstieg!!

    Mußte Deine Eismasse anschließend nochmal durchkühlen oder wäre es auch ohne nachkühlen gegangen? Ich hatte das Problem am Wochenende (Post folgt) und bin nicht sicher ob es nicht einfach an meiner Eiskreation oder der sommerlich-aufgewärmten Dachgeschoss-Wohnung lag.

    1. Es war nicht ganz der Einstieg, sondern Nummer 3 – aber bisher mit Abstand das Beste 🙂 Die Tests Nummer 1+2 waren aber auch ziemlich gut. Darüber werde ich in den nächsten Posts berichten, womit wir dann schon fast deine vorgeschlagene Eisthemenwoche haben 😉

      Dass die Eismasse nachkühlen muss, ist wohl ziemlich normal (habe ich gelesen). Aber es scheint auch vom Rezept abzuhängen. Bei diesem Rezept war die Masse eigentlich perfekt. Das Buttermilch-Eis, das ich vorher gemacht habe, habe ich auch nochmal nachgekühlt, ebenso das Sorbet. Sicher spielt auch die Umgebungstemperatur eine große Rolle – wir verteidigen momentan noch eisern die 23 Grad Innentemperatur 😉

      Allerdings ist das auch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Ich habe das Eis lieber etwas fester, da es mir zu stressig ist, gegen ein tauendes Eis anzuessen. Der Liebste mag es lieber „nicht so kalt“ und findet es direkt aus Maschine am besten.

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